Naturheilmittel von A bis Z

Anthroposophische Medizin / Anthroposophische Arzneimittel
Die anthroposophische Medizin ist eine ganzheitliche Gesundheitslehre, die sich als geisteswissenschaftliche Erweiterung der Schulmedizin sieht. Sie basiert auf einer „erweiterten Welt- und Menschenkenntnis“ nach den Grundlagen der Anthroposophie von Rudolf Steiner (1861–1925). Gemäss der Anthroposophischen Medizin sind Krankheiten keine zufällig auftretenden Fehlfunktionen des Körpers, sondern als körperliche oder seelische Störungen zu verstehen, da die Wechselbeziehungen zwischen Körper, Geist und Seele aus dem Gleichgewicht geraten sind. Das Ziel der Anthroposophischen Medizin ist es also, den Menschen als vielschichtiges Wesen in Krankheit und Gesundheit zu verstehen – und seinen Heilungsprozess auf allen Ebenen zu unterstützen. Anthroposophische Arzneimittel sind dabei primär darauf ausgerichtet, die Selbstheilungskräfte des Organismus anzuregen.
Aromatherapie
In der Aromatherapie werden gezielt Düfte eingesetzt, um Gesundheit und Wohlbefinden positiv zu beeinflussen. Die Duftstoffe werden aus naturreinen ätherischen Ölen gewonnen, die in Form winziger Öltröpfchen in verschiedenen Pflanzenteilen wie Blüten, Schalen, Früchten, Wurzeln und Blättern eingelagert sind. Da diese stark konzentrierten Öle oft nur in kleinsten Mengen vorkommen, sind sie sehr kostbar. Ätherische Öle kommen in Form von Massage- und Körperölen, Badezusätzen oder Raumsprays zum Einsatz. Sie rufen im Gehirn positive Gefühle hervor und aktivieren die Abwehr- und Selbstheilungskräfte des Körpers. Als begleitende Therapie wird die Aromatherapie oft und gerne bei bei chronischen Schmerzen sowie Stress- und Spannungszuständen eingesetzt.
Neben den ätherischen Ölen sind auch die Hydrolate ein wichtiger Bestandteil der Aromatherapie. Sie entstehen sozusagen als Nebenprodukt bei der Gewinnung von ätherischen Ölen durch Wasserdampfdestillation. Ein Hydroalt ist also destilliertes Wasser, das wasserlösliche Bestandteile der jeweiligen Pflanze enthält (im Gegensatz zu den ätherischen Ölen, die mit den fettlöslichen Inhaltsstoffen versetzt sind). Hydrolate eignen sich hervorragend zur Behandlung von Kindern, Schwangeren und älteren Menschen, das sie in der Wirkung sanfter sind als ätherische Öle. Auch in der Gesichtspflege werden sie gerne eingesetzt, etwa als Tonic oder  Erfrischungsspray im Sommer. Hydrolate dürfen auch, verdünnt mit Wasser, als gesunder und aromatischer Getränkezusatz eingenommen werden.
Wir führen eine grosse Auswahl an reinen ätherischen und fetten Ölen sowie Hydrolaten folgender Marken:
Bachblüten
Bei der Bachblüten-Therapie handelt es sich um ein Therapiesystem, das auf 38 verschiedenen Blütenessenzen basiert und auf einer energetisch-informativen Ebene wirksam ist. Entwickelt wurde die Methode von Dr. Edward Bach, einem renommierten Forscher und Bakteriologen (1886-1936). Gemäss seines Konzeptes haben spezifische Blüten durch ihre energetische Schwingung eine vitalisierende Wirkung auf Geist und Gemüt von Menschen und Tieren. Die in Form von Tropfen verabreichten Bachblüten helfen, mit negativen Seelenzuständen oder Krankheiten konstruktiv umzugehen, um wieder Anschluss an die eigenen Selbstheilungskräfte zu finden.
Gemmotherapie
Bei der Gemmotherapie (Gemma = lat. Knospe) wird das Gewebe junger Pflanzenknospen, Triebspitzen und wachsender Wurzelfasern zu Arzneimitteln verarbeitet. Da das Gewebe dieser jungen Pflanzen sich in der Vermehrung befindet, ist es reich an pflanzlichen Wachstumsfaktoren und besitzt die höchste Vitalität. Die Gemmotherapeutika werden als Spray angeboten und wirken reinigend, ausleitend und regulierend bei akuten wie chronischen Krankheiten.
Homöopathie
Die klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche Heilmethode, die vor ca. 200 Jahren von Dr. Samuel Hahnemann begründet wurde. Gemäss der Homöopahtie (griech. homoios = gleichartig, ähnlich; pathos = Leiden) sind die Symptome einer Erkrankung nicht Ausdruck der Krankheit, sondern Selbstheilungsversuche des Körpers. Homöopathische Arzneimittel sollen diese nicht unterdrücken, sondern leicht verstärken – und so die Regenerationsbemühungen des Organismus fördern und das Abwehrsystem kräftigen.
Phytotherapie
Die Phytotherapie (griechisch: Phyto = Pflanze, pflanzlich) ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel. Die Wirkung ist wissenschaftlich erwiesen und gilt heute auch als fester Bestandteil der klassischen Schulmedizin. Typische Beispiele sind Johanniskraut bei depressiven Verstimmungen, Mönchspfeffer bei prämenstruellen Beschwerden sowie Ginkgo bei nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit. Häufig kommen pflanzliche Arzneimittel in Form von  Tees, Tinkturen, Säfte, Aufgüsse, Wickel und Fertigarznei zum Einsatz.
Schüsslersalze
Die nach dem Arzt Wilhelm Heinrich Schüssler (1821 – 1898) benannten Schüssler Salze sind alternativmedizinische Präparate von Mineralsalzen in homöopathischer Dosierung. Dr. Schüssler war der Meinung, dass Krankheiten aller Art auf der Grundlage gestörter biochemischer Prozesse entstehen. Diese Störungen könnten durch die Zuführung bestimmter Mineralsalze reguliert werden, so dass das notwendige Gleichgewicht wieder hergestellt würde. Die Mineralstoffe werden in Form von Tabletten oder Tropfen eingenommen. Man unterscheidet zwölf unterschiedliche Funktionssalze sowie 13 Ergänzungssalze.
Spagyrik
Die Spagyrik ist ein uraltes ganzheitliches Naturheilverfahren, bei dem die Wirkstoffe einer Heilpflanze zunächst getrennt, dann bearbeitet und schlussendlich wieder zusammengeführt werden. Von der Verarbeitungsweise lässt sich auch der Begriff Spagyrik ableiten (griechisch: spao = trennen und ageiro = zusammenführen). Durch die spezielle Art der Herstellung erhalten die Essenzen eine Dynamik, die im Körper Heilungsprozesse in Gang setzen und die Vitalkraft des Organismus fördern. Interessantes Detail: Giftige Pflanzen verlieren durch die besondere Herstellungsmethode ihre Giftigkeit und können zu einer spagyrischen Essenz verarbeitet werden.
Spagyrische Essenzen finden bei einer Vielzahl von chronischen und akuten Krankheiten Anwendung. Sie können dabei sowohl als eigenständige sanfte Therapie aber auch als Begleittherapie eingesetzt werden.

Mit einem Mundspray werden die Essenzen auf die Mundschleimhäute aufgetragen und können so dank des geringen Alkoholgehaltes sehr rasch in den Blutkreislauf aufgenommen werden.

Vitalstofftherapie
Im Idealfall wird die Aufnahme von Vitalstoffen (Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Enzyme, Amino- und Fettsäuren) mit einer ausgewogenen Ernährung abgedeckt. Werden diese Stoffe jedoch nur unzureichend mit der Nahrung aufgenommen, kann ein Mangel entstehen. Sogenannte Nährstoffräuber wie Umweltgifte, Medikamente oder Stress erhöhen den Bedarf an Vitalstoffen ebenso wie Krankheiten oder eine Schwangerschaft.
Bei der Vitalstofftherapie wird gezielt und individuell mit Vitalstoffen gearbeitet. Das Ziel dabei ist die Prävention, Beschleunigung von Heilungsprozessen, Steigerung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit.