Von der Signatur der Pflanzen

Die Pflanzenheilkunde als eines der ältesten medizinischen Heilverfahren ist den meisten bekannt. Weniger bekannt, aber ebenfalls ein Bestandteil, wenn nicht sogar ein Grundstein der Pflanzenheilkunde, ist die Signaturenlehre nach Paracelsus. Er schrieb dazu:

„Die Natur zeichnet ein jegliches Gewächs, das von ihr ausgeht, zu dem, dazu es gut ist. Darum, wenn man erfahren will, was die Natur gezeichnet hat, so muss man es an dem Zeichen erkennen, welche Tugenden in ihm sind.“

Gemäss Paracelsus ist die Signaturenlehre der Schlüssel zum Wesen und somit zur Heilkraft einer Pflanze. Um das Wesen zu ergründen, müsse man die Pflanze als Ganzes betrachten. Danach erschliesse sich einem auch deren körperliche Heilwirkung.

Als Beispiel der Sonnenhut (Echinacea):

Mit den strahlenden, purpurfarbenen Kornblättern und der hochgewölbten Mitte ist der Sonnenhut eine schöne, stolze Blume. Ihr Duft ist leicht, unaufdringlich aber dabei sehr differenziert und edel. Stengel und Blätter überraschen mit einer rauen und kratzigen Oberfläche. Die Blüten neigen sich mit fortschreitender Entwicklung immer weiter nach unten, sodass sie bei voller Blüte sowohl den Blütenkelch als auch den Stengel abschirmen. In der Mitte des Blütenkopfes thront ein braunes gewölbtes Blütenköpfchen, das mit stacheligen Borsten versehen ist, was ihm die Form und den Charakter eines Igels in der Abwehrhaltung verleiht (gr. echinos, der Igel).

Die Wesensmerkmale der Echinacea sind also Abschirmung und Unnahbarkeit. Dies zeigt sich auch in ihrer Heilkraft: Die Extrakte der Echinacea stärken unser Immunsystem, bilden eine Schutzhaut um den Organismus und schützen uns vor dem Eindringen von Krankheitskeimen.

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